Generalisierte Angst
Angst hat für Menschen eine lebenswichtige Schutzfunktion: Sie warnt uns vor drohenden Gefahren. Bei einigen Menschen wird sie jedoch zum ständigen Begleiter. Sie tritt ohne rational erfassbaren Grund auf und überfällt den Betroffenen in vermeintlich harmlosen Situationen.
Hauptmerkmale der so genannten "generalisierten Angststörung" sind immer wiederkehrende und chronische Ängste in vielen Lebenssituationen. Diese Angst ist nicht auf bestimmte Situationen oder Objekte beschränkt. Sie tritt "generalisiert" auf.
Jede Lebenssituation kann dann zur Bedrohung werden. Der Betroffene kann sich nur kurzfristig von dieser Angst ablenken oder distanzieren. Die hauptsächlichen körperlichen Symptome sind Nervosität, Muskelspannung, Benommenheit, Schwindelgefühle, Zittern, Schwitzen und Magenschmerzen. Sie treten sehr oft auf und spiegeln die starke Aktivität des autonomen Nervensystems wider.
Der betroffene Mensch ist häufig reizbar, ruhelos, schlaflos, leicht ablenkbar, leicht entmutigt und extrem kritikempfindlich. Die Person leidet verstärkt unter Befürchtungen wie zum Beispiel, dass ein Angehöriger oder sie selbst erkranken oder verunglücken könnte. Die Störung verläuft recht unterschiedlich. Sie tendiert im Allgemeinen aber zu Schwankungen und dazu, chronisch zu werden.
Angst fesselt das Leben

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